Wenn einer eine Reise tut…

Wenn einer eine Reise tut…

… eine Woche in und um Hamburg.

Dieser Blogeintrag wird mal etwas anderes. Ich möchte euch von meinem Urlaub berichten.

Mein Sohn hatte sich schon lange gewünscht, einmal nach Hamburg zu fahren. Jetzt ist für uns Süddeutsche Hamburg nicht gerade um die Ecke. Somit haben wir beschlossen, in den Sommerferien eine Woche auf einem Campingplatz bei Hamburg zu verbringen. Unsere Wahl fiel auf das Campingland in Drage. Ein beschaulicher Campingplatz direkt am Elbufer, der sehr gemütlich ist und nicht so reglementiert wie viele andere Campingplätze daher kommen. Was uns Süddeutsche überraschte, die Elbe hat hier ca. 100 km von der Elbmündung entfernt noch Gezeiten. Der wundervolle Sandstrand verschwand und das Wasser ging bis direkt ans Ufer. Einige Stunden später zog es sich wieder zurück und wir liefen barfuß durch den noch nassen Sand. Einfach herrlich. Mit dem Fotoapparat in der Hand wurde dann das Ufer ausgiebig begutachtet und fleißig fotografiert. Mehrfach kam auf dem Deich, der direkt hinter dem Campingplatz verlief, auch eine Schafsherde vorbei. Große und kleine Campinggäste ließen sich dieses Schauspiel nicht entgehen. Somit gab es hier auch Gelegenheiten zu fotografieren. Hier die Bilder:

Rund um den Campingplatz 40

 

Was macht man, wenn man sich in der Nähe von Hamburg befindet? Richtig, wir fuhren nach Hamburg. Montags wollten wir eine ersten Abstecher nach Hamburg machen. Wir hatten die Idee bis Hamburg-Harburg mit dem Auto zu fahren und dann mit der Bahn weiter. Die Tagestickets sind in Hamburg recht günstig. Also ins Auto gesprungen und losgefahren. Bis wir den Bahnhof Hamburg-Harburg erreicht hatten, dauerte es eine ganze Weile. Auf der Einfallsstraße nach Harburg war auf Grund eines Verkehrsunfalls ein gewaltiger Stau, aber mit Geduld erreichten wir den Bahnhof. Laut meinem Straßenatlas gibt es in Harburg einen P+R-Platz. Diesen haben wir nicht gefunden, entsprechende Beschilderung war auch keine zu erkennen. Notgedrungen haben wir dann in einem Einkaufscenter geparkt und das günstige Nahverkehrsticket relativierte sich somit. Aber wir konnten nun in die S-Bahn umsteigen und zum Hauptbahnhof fahren. Von dort bummelten wir zu Fuß durch die Innenstadt über die Speicherstadt zu den Landungsbrücken. Dort nutzten wir die Gelgenheit mit einer Hafenfähre bis Finkenwerder zu schippern und Einblicke in den Hafen zu bekommen. Der Preis hierfür war im Tagesticket enthalten, super. Auch den alten Elbtunnel haben wir uns gleich noch angeschaut.

Alter Elbtunnel 1

Später machten wir noch einen Abstecher an  der Elbphilharmonie vorbei in die neue Hafencity. Allerdings hat mich die Hafencity nicht begeistert. Ich bin ein Fan moderner Architektur, aber was in der Hafencity zu sehen war, hat mich nicht vom Hocker gehauen. Spektakulär ist anders. Die direkt daneben liegende Speicherstadt hat mich dafür um so mehr begeistert.

Hafen 1

 

Der Tag darauf  war ein Tag zum entspannen, denn für den Mittwoch hatten wir Tickets für das Miniaturwunderland reserviert. Also sind wir für Urlaubsverhältnisse recht früh aufgestanden. Dieses mal wollten wir mit dem  Zug ab Maschen fahren. Doch auch dies erwies sich nicht als so einfach. Der Bahnhof Maschen liegt direkt neben dem Rangierbahnhof Maschen. Allerdings auf der vom Ort Maschen abgewandten Seite. Die Brücke über den Rangierbahnhof ist gesperrt und man muss eine mehrere Kilometer lange Umleitung fahren, um zum Bahnhof zu kommen. Diese ist nicht ausgeschildert. Der Weg dorthin also nicht einfach zu finden. Nach dem wir den Bahnhof dann endlich erreicht hatten, konnten wir unseren Zug noch davon fahren sehen. Der nächste sollte eine Stunde später fahren. Das war zu knapp, denn die Reservierung der Tickets war nur in einem Zeitraum von einer Stunde einlösbar. Also wieder ins Auto gesprungen und dann doch mit dem Auto in die Hamburger City gefahren. Das Parken war entsprechend teuer. Dafür war das Miniaturwunderland um so schöner. Wir haben insgesamt vier Stunden gebraucht und wer will, kann dort problemlos noch mehr Zeit verbringen.

Miniaturwunderland 1

Schon war wieder ein Tag ins Land gegangen. Donnerstags sind wird dann nach Lüneburg gefahren. Die ehemalige Hansestadt hat eine wundervolle Altstadt zu bieten. Die Fotoapparate klickten in einem fort.

Lüneburg

Freitags sind wir dann zur obligatorischen Hafenrundfahrt nach Hamburg aufgebrochen. Wieder wollten wir ab Maschen fahren und da wir jetzt über die komplizierte Zufahrt bescheid wussten, hatten wir mehr Zeit einkalkuliert. Doch wieder stellten sich uns Hürden in den Weg. Der Fahrscheinautomat nahm nur Münzen und das Gerät für die Kartenzahlung war defekt. Ich sprach darauf hin einen anderen Fahrgast an, ob er uns Geld wechseln könne. Es stellte sich heraus, dass er das gleiche Problem hatte. Zum Glück war auf dem Fahrkartenautomaten eine Telefonnummer angegeben. Die freundliche Dame am Telefon erklärte mir, dass die Automaten zu oft aufgebrochen würden und deshalb nur Münzen annehmen würden. Dafür hatte ich zwar Verständnis, aber mein Problem nicht gelöst. Denn ich wollte mit dem Zug nach Hamburg fahren und ich wollte nicht schwarz fahren. Ich bekam den Rat, mich im Zug beim Fahrgastbetreuer (so heißen heute die Schaffner) zu melden und  diesem meine Situation zu schildern. Ob dieser mir allerdings ein Ticket verkaufen könne, oder mich aufschreibt und an das Büro des HVV verweist, wusste die Dame auch nicht. Sie gab mir ihren Namen, damit dann wenigstens der HVV meine Aussage überprüfen könne. Der andere Fahrgast schloss sich uns an, nach dem Motto zu dritt erreicht man mehr. Im Zug trafen wir dann auf zwei sehr freundliche Fahrgastbetreuer,  die uns auch anstandslos  Tickets verkauften. Lieber HVV, liebe zuständigen Politiker: So bekommt man keine Fahrgäste auf die Schiene. Wir hatten ja mal einen Bundesverkehrsminister, der dafür plädierte, kostenloses WLAN auch in Regionalzügen einzurichten. Nett gemeint, wenn ich aber die Bahnhöfe nicht erreichen kann, oder keine  Tickets für die Züge bekomme, dann ist mir das WLAN in den Zügen herzlich egal.

Die Hafenrundfahrt war dafür um so schöner. Es ging erst durch die Speicherstadt und dann durch den Hafen. Wenn man dann auch noch wenige Meter von den riesigen Containerschiffen entfernt vorbei fährt, ist das schon beeindruckend.

Speicherstadt 1

Samstag haben wir dann nochmal den Elbstrand genossen, bevor wir Sonntags das Zelt abbauten und wieder Richtung Heimat fuhren. Wir haben die Tage dort sehr genossen,  aber wieder ein richtiges Bett zu haben, haben wir genauso genossen.

Damit ihr auch einen Urlaub in Hamburg genießen könnt, kann ich euch den Reiseführer „Hamburg“ aus dem Michael Müller Verlag empfehlen.

Schreibe einen Kommentar

Blogverzeichnis - Bloggerei.de