Es gibt noch Hoffnung im Hinterstädl

Vor einigen Wochen berichtete ich über die Abrisspläne für das denkmalgeschütze Haus Ludwigstr. 20 im Jockgrimer Hinterstädl. Nun gibt es neue Entwicklungen.

Nachdem sich Anwohner an die Landesdenkmalpflege gewandt haben, gibt es nun neue Hoffnung, berichtet die Rheinpfalz. Das Land ist wohl bereit Geld bereit zu stellen, damit der Investor die Mehrkosten für eine Sanierung statt Abriss zahlen kann. Laut der Rheinpfalz liegen die Mehrkosten für die Sanierung gegenüber eines Abrisses mit Ersatzbau bei 60.000 Euro. Die Bedingung des Landes ist, dass nach der Sanierung in dem Gebäude Wohnraum zur Verfügung steht. Der Investor wiederum hat damit aber wieder ein Problem, denn ihm fehlen nun drei PKW-Stellplätze, die er bereits an die Käufer der Eigentumswohnungen verkauft hat. Deswegen soll ihm nun die Gemeinde Jockgrim drei Stellplätze abtreten, die sich in einem öffentlichen Bereich vor dem Gebäude befinden.

So weit so gut, könnte man meinen. Ich habe da aber noch offene Fragen:

Bisher hat sich der Investor geweigert das Gebäude zu sanieren, da dies zu teuer und nicht wirtschaftlich sei. Deswegen wollte der Investor das Gebäude abreißen und dort in einem historisierenden Neubau drei Garagen unterbringen. Laut der Rheinpfalz ist die Sanierung  60.000 Euro teurer.  Ich bin jetzt kein Immobilienexperte, aber ich vermute doch mal, dass man ein Wohngebäude deutlich teurer als drei Garagen veräußern kann. Sprich, der Erlös für den Investor ist größer. Ich frage mich nun, sind die 60.000 Euro tatsächlich nur die Kosten, oder die Differenz, die bleibt, wenn das Gebäude verkauft wird. Wenn der erste Fall zutrifft, muss man sich fragen, ob da die öffentliche Hand nicht über der Tisch gezogen werden soll.

Des weiteren beklagt der Investor, er hätte die  drei geplanten Stellplätze bereits verkauft und deswegen benötige er einen Ersatz. Meines Wissens nach wurden die Stellplätze an die Käufer der Eigentumswohnungen aber bereits verkauft, bevor eine Abrissgenehmigung erteilt war. Wieso verkauft der Investor etwas, für das ihm noch gar keine Genehmigung vorliegt? Konnte er davon ausgehen, der Bauausschuss würde die Genehmigung sowieso erteilen? Das Problem hat der Investor sich selbst eingebrockt. Was ich nicht habe, kann ich nicht verkaufen.

Es sind somit gleich wieder ein paar offene Fragen aufgetaucht. Vielleicht lassen diese sich klären.

Trotz allem hoffe ich, dass das Gebäude nun gerettet wird.

 

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