Meinungsfreiheit

„Die Gedanken sind frei…“ so heißt es in einem alten deutschen Volkslied.

Passend zur Buchmesse und der Rede von Salman Rushdie möchte ich ebenfalls dazu Stellung beziehen.

Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, denn ohne Meinungsfreiheit könnte ich dieses Blog nicht betreiben. Aber auch als aufgeklärter Geist und Buchliebhaber liegt mir die Meinungsfreiheit am Herzen.

In einem Land ohne Meinungsfreiheit könnten Bücher nicht in dieser Form veröffentlicht werden wie dies bei uns üblich ist. Auch Bücher die unbequem sind können bei uns problemlos veröffentlicht werden. Erst im Nachhinein kann gegen ein Buch geklagt werden und dann muss es Persönlichkeitsrechte verletzen oder volksverhetzend sein damit es verboten werden kann. Das ist auch gut so.

Allerdings ist Meinungsfreiheit kein Freibrief, wer die Meinungsfreiheit nutzt um ein System zu propagieren welches die Meinungsfreiheit abschaffen möchte missbraucht die Meinungsfreiheit. Wer zum Mord aufruft ebenfalls. Hier sind der Meinungsfreiheit zu Recht grenzen gesetzt.

Meinungsfreiheit ist allerdings keine Einbahnstraße. Zur Meinungsfreiheit gehört auch die Meinung anderer zu akzeptieren und auch auszuhalten.  Dies ist nicht immer einfach und dies bedeutet auch nicht die Meinung anderer kommentarlos hinzunehmen oder gar zur Eigenen machen zu müssen. Über Meinungen kann und muss diskutiert werden. Beschimpfungen sind dabei aber nicht hilfreich. Denn wer andere wegen ihrer Meinung beschimpft spricht ihnen das Recht auf eine eigene Meinung ab. Dies ist auf Dauer gefährlich für die Meinungsfreiheit, denn dann haben wir irgendwann nur noch die Mehrheitsmeinung.

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